Susan Hefuna
Susan Hefuna reflektiert in ihren Arbeiten Strukturen und Sprachmuster, die ihr im Alltag begegnen. Gebäudekonstruktionen, Bewegungsmuster und Straßennetze setzt sie in intuitive Zeichnungen um. Gleichzeitig arbeitet sie mit raumgreifenden Installationen, Stoffen, Fotos und Videos. Als Tochter eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter ist sie dabei geprägt von den sehr unterschiedlichen Lebenserfahrungen, die sie als Frau im arabischen und westlichen Kulturraum macht. Sie lebt in Kairo, Düsseldorf, New York und Chur.
Aus der Beschäftigung mit den sogenannten Maschrabiyyas - einer die islamische Kultur prägenden Baustruktur aus Holzgittern - hat sie für sich eine Sprache entwickelt, die interkulturell gültig und lesbar ist. Das Davor und Dahinter eines Fenstergitters etwa, die Gleichzeitigkeit von Außen und Innen, Licht und Schatten, Offen und Geschlossen tauchen in Ihren Arbeiten immer wieder auf. Häufig arbeitet sie in ihren Zeichnungen in mehreren Ebenen auf Transparentpapier und betont so umso mehr die Deutungsschwelle von Zeichen und Strukturen. Gleichzeitig integriert sie Textfragmente in ihre Arbeiten, die selbst den steten Wechsel von "Bedeutung" zum Thema haben.

Susan Hefuna, Hut / Hütte, 2022, 30 x 30 cm, Cut- outsTusche, Bleistift, Garn auf Japanpapier

Susan Hefuna, Hut / Hütte, 2022, je 30 x 30 cm, Cut- outsTusche, Bleistift, Garn auf Japanpapier

Blick in die aktuelle Ausstellung von Susan Hefuna im Bündner Kunstmuseum Chur, 21.2. - 26.7.2026

Susan Hefuna, Hut / Hütte, 2022, 30 x 30 cm, Cut- outsTusche, Bleistift, Garn auf Japanpapier
